MVR-basierte Wasseraufbereitungssysteme
Wasser ist längst nicht mehr nur ein Versorgungsmedium – es ist eine strategische Ressource für industrielle Prozesse. Zunehmende Wasserknappheit, strengere Umweltvorschriften und wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen verändern die Art und Weise, wie Wasser gewonnen, aufbereitet und wiederverwendet wird. Bosch unterstützt diesen Wandel mit kompakten Systemen auf Basis der mechanischen Brüdenverdichtung (MVR): für industrielles Wasserrecycling und die Produktion hochreinen Wassers aus anspruchsvollen Wasserquellen – elektrisch betrieben, vollautomatisiert und mit einem Durchsatz von bis zu 3 m³/h je Einheit.
Mehr als herkömmliche Wasseraufbereitung
Unterschiedliche Wasserquellen erfordern unterschiedliche Aufbereitungstechnologien. Umkehrosmose (RO) ist für viele Anwendungen die bevorzugte Lösung – und dort, wo die Membrantechnologie an ihre Grenzen stößt, erweitert die mechanische Brüdenverdichtung das Spektrum der Wasseraufbereitung. MVR gewinnt hochwertiges Wasser aus Wasserströmen zurück, die für Membranen eine Herausforderung darstellen: Meerwasser, RO-Konzentrat, Abschlämmwasser aus Kühlsystemen und industriellem Abwasser. Das Ergebnis ist eine flexible Technologieplattform – von der Herstellung von Reinstwasser für die Elektrolyse bis hin zur Rückgewinnung und Wiederverwendung von Prozesswasser. Sie ergänzt Ihre bestehende RO-Anlage, statt sie zu ersetzen.
Vorteile auf einen Blick
Frischwasserverbrauch senken
Bis zu 90 % des Speisewassers als wiederverwendbares Wasser zurückgewinnen und die Abhängigkeit von knappen Frischwasserressourcen verringern.
Wasserresilienz stärken
Sichern Sie einen stabilen Betrieb – auch bei anspruchsvollen oder schwankenden Wasserquellen. Das System wird vor jeder Entscheidung mit Ihrem tatsächlichen Wasser getestet.
Einhaltung von Vorschriften unterstützen
Erfüllen Sie steigende Anforderungen an Einleitung und Wiederverwendung: Die Aufkonzentrierung von Abwasser wird in Indien und Europa zunehmend Teil der Standard-Compliance.
Ressourceneffizienz steigern
Wertvolles Wasser aus Prozessströmen zurückgewinnen, statt es als Abwasser zu entsorgen – bei einem Energiebedarf von unter 35 kWh pro m³ aufbereitetem Wasser.
Zuverlässige industrielle Leistung
Elektrisch angetrieben, vollautomatisiert (SPS) und mit integrierter Ferndiagnose – ausgelegt für anspruchsvolle Industrieumgebungen.
Passend für Ihre Anwendung
Eine Plattform, individuell auf Wasserquelle und Zielwasserqualität ausgelegt – von der Reinstwasserproduktion bis zur industriellen Wiederverwendung.
Senden Sie uns 2 Liter Ihres Wasserstroms – oder dessen Analysewerte – und erhalten Sie eine Machbarkeitsbewertung.
Erzielbare Kondensatqualität, Aufkonzentrierungsfaktor, Energieabschätzung und Charakterisierung der Rückstände.
FAQ
Was ist mechanische Brüdenverdichtung (MVR)?
Bei der MVR wird Wasser durch Verdampfung getrennt. Der mechanisch verdichtete Brüden wird anschließend als Wärmequelle wiederverwendet. Dadurch benötigt das Verfahren in der Regel nur einen Bruchteil der Energie einer einstufigen Verdampfung – weniger als 35 kWh pro m³ aufbereitetem Wasser.
Worin unterscheidet sich MVR von der Umkehrosmose?
Die Umkehrosmose (RO) ist für viele Anwendungen die richtige Wahl. MVR kommt dort zum Einsatz, wo Membranen an ihre Grenzen stoßen: bei Wasserströmen mit hohem TDS-Gehalt, Ablagerungsneigung oder anderen anspruchsvollen Eigenschaften – einschließlich der Aufkonzentrierung des Konzentrats einer bestehenden RO-Anlage. Es gibt keine Membran, die verschmutzen oder beschädigt werden kann, und ein thermisches System lässt sich nach einem Stillstand sauber wieder in Betrieb nehmen.
Welche Medien und Anschlüsse benötigt das System?
Nur Strom: 3 × 415 V, 50 Hz. Kein externer Dampf und kein Brennstoff erforderlich. Das System wird als kompaktes Skid installiert – ohne größere bauliche Maßnahmen.
Wie finden wir heraus, ob das System für unser Wasser geeignet ist?
Beginnen Sie mit einer Machbarkeitsprüfung oder senden Sie uns 2 Liter Ihres Wasserstroms. Sie erhalten Angaben zur erzielbaren Kondensatqualität, zum Aufkonzentrierungsfaktor und zum Energiebedarf – in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen.


