Nexeed Automation bei Bosch in Ansbach
Mit Integrated Robotics sprechen Roboter und Maschinensteuerung die gleiche Sprache
Zusammenfassung
In den komplexen Produktionslinien des Bosch-Werks in Ansbach sorgen Roboter für Qualität und Wirtschaftlichkeit. Die Programmierung der Roboter für neue Anlagen war jedoch alles andere als effizient: Die unterschiedlichen Programmiersprachen der Roboter und ihre Integration in das Maschinensteuerungssystem waren mit einem enormen Aufwand verbunden.
Nexeed Automation schafft Abhilfe: Das Modul Integrated Robotics vereinfacht die Integration der Roboter erheblich. Die Inbetriebnahme der Maschinen läuft reibungsloser und ermöglicht bereits in einer frühen Phase eine hohe Auslastung – bei gleichzeitig weniger Ausschuss.
Nexeed Automation Erfolge auf einen Blick
Reduzierter Programmieraufwand
Roboter verschiedener Hersteller über ein einziges Bedienpanel steuern - dank Integrated Robotics
Hohe Benutzerfreundlichkeit
Maschinenbediener vor Ort können Fehler selbstständig erkennen
Überdurchschnittliche Auslastung
Auslastung der Anlage acht Wochen nach Produktionsstart: 82 Prozent
Ausgangssituation
Im Bosch-Werk für Automobilelektronik in Ansbach arbeiten innerhalb einer Produktionslinie häufig Roboter verschiedener Hersteller gemeinsam an der Fertigung komplexer Komponenten.
Die daraus resultierende Effizienz ist jedoch mit einem hohen Aufwand verbunden, denn der Programmieraufwand ist enorm. Jeder Roboterhersteller setzt eigene Software mit einer eigenen Programmiersprache ein, in der die Programmierer geschult werden müssen. Und mit der Programmierung der Roboter ist die Arbeit noch nicht getan: Anschließend muss für jeden Roboter eine Schnittstelle zur Maschinensteuerung der Anlage entwickelt werden.
Für eine neue Anlage zur Herstellung von Gehäusen für das Boost Recuperation Module – ein Fahrzeugbauteil zur Energierückgewinnung – sollten gleichzeitig zehn Roboter von zwei verschiedenen Herstellern eingesetzt werden.
Das Gehäuse ist komplex und besteht aus bis zu 14 Einlegeteilen, die an vorgegebenen Positionen in ein Spritzgusswerkzeug eingelegt werden müssen. Die Roboter sollten dabei gleichzeitig drei Produktvarianten fertigen können.
Nach der bisherigen Vorgehensweise war der dafür erforderliche Programmieraufwand enorm.
Lösung
Ansbach wandte sich an Bosch Connected Industry, um die sprachliche Vielfalt der Roboter beherrschbar zu machen. „Mit Nexeed Automation können wir die bisherige klare Grenze zwischen Robotern und Steuerungstechnik in Ansbach überwinden“, erklärt unser Produktmanager Benedikt Geissler. Ein Bestandteil von Nexeed Automation ist das Modul Integrated Robotics. Damit lassen sich Roboter verschiedener Hersteller über das zentrale Bedienpanel der Anlage steuern. Experten müssen die Roboter nicht mehr in deren jeweiliger Programmiersprache programmieren. Auch die Anbindung der Roboter an Kameras und Sensoren wird dadurch deutlich einfacher. „Das System bietet viel Freiheit“, sagt Benedikt Geissler. „Insbesondere der Wechsel auf neue Produktvarianten oder der Zugriff auf Daten wird spürbar einfacher. Und durch die universelle Schnittstelle zu allen Robotern können Programmierer alles direkt über die Maschinensteuerung einrichten.“ Darüber hinaus bietet Nexeed Automation bereits Vorlagen für Standardprozesse wie „Pick and Place“, die die Programmierung deutlich beschleunigen. Das ist insbesondere bei der Inbetriebnahme einer neuen Anlage ein großer Vorteil, wenn Zeitdruck und Anspannung am höchsten sind.
Ergebnisse
Die Zahlen zeigen, dass die Inbetriebnahme der neuen Anlage reibungsloser als üblich verlief. Bereits acht Wochen nach Produktionsstart im August erreichte die Anlage eine Auslastung von 82 Prozent – ein überdurchschnittlicher Wert. Die Ausschussquote lag bei lediglich rund 0,1 Prozent. Gleichzeitig müssen sich die Experten nun weniger um die Anlage kümmern. Fehlermeldungen werden jetzt direkt im Maschinensteuerungssystem und nicht mehr auf einem separaten Bedienpanel angezeigt. Die Bediener vor Ort können damit besser umgehen und Fehler selbstständig eingrenzen.
Auch der technische Werksleiter ist mit den Ergebnissen zufrieden: „Das Projekt zeigt eindrucksvoll unsere Innovationsfähigkeit bei Lösungen für die Fertigungstechnik. Auf diese Weise sichern wir uns langfristige Wettbewerbsvorteile bei der Herstellung unserer Produkte – sowohl in Ansbach als auch in unserem globalen Produktionsnetzwerk.“

